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Kenyan Flag

In and out of Africa

Warum ausgerechnet in Kenia Urlaub machen, wenn man mit Safaris eigentlich nichts am Hut hat?
Manchmal gibt es trotzdem gute Gründe, zum Beispiel, wenn man per Internet jemanden kennengelernt hat, den man gerne auch mal von Angesicht zu Angesicht sehen würde. Und wenn dieser Jemand, bzw. diese Jemandin dann auch noch in einem Hotel an der Küste arbeitet, fällt die Entscheidung dann ganz leicht.

Die Beschreibung der Anreise kann diesmal ganz kurz ausfallen, sie erfolgte relativ unspektakulär zunächst mit dem ICE nach Frankfurt und dann per Flieger direkt nach Mombasa, knapp vier Grad südlich des Äquators, dann per Taxi zum eigentlichen Zielort, dem Mnarani Club am Südufer des Kilifi Creek, 6915km vom heimischen Hamburg-Harburg entfernt, genauer gesagt bei 3° 38' 26,3" Süd / 39° 50' 56,3" Ost.

Kilifi Creek 6:30am Am Anreisetag sollte man es etwas ruhiger angehen lassen und nichts überstürzen. Dafür entschädigt dann am nächsten Morgen gegen 6.30h der spektakuläre Blick über den Creek für am Vortage Versäumtes. Die Wolken sollten einen nicht täuschen, im Juli geht die Regenzeit so langsam zuende und die Tage sind meist heiter bis wolkig mit Temperaturen um 29 Grad Celsius und es ist weniger feucht, als die tropische Lage vermuten liesse. Deutlich wird der Unterschied eigentlich nur durch die Wassermengen, die am beinahe eiskalten Glas (Tusker my country, Tusker my beer :-) kondensieren.
Hotel Room 32 Der Club ist eine all-inclusive 4-Sterne-Anlage nach keniaschem Standard, ziemlich britisch beeinflusst, wie man dem Land auch insgesamt anmerkt, dass es erst 1963 in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Bei allen Bemühungen von Seiten des immer liebenswürdigen und hilfsbereiten Personals darf das aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Hotel, stünde es in Europa, sicher anders bewertet würde. Aber da wir in Afrika sind, sind wir ja schon dankbar, wenn aus den beiden getrennten Hähnen überhaupt gleichzeitig warmes und kaltes Wasser in ausreichender Menge und ohne Eintrübung fliessen. Und die röhrende Klimaanlage lasse ich ohnehin lieber ausgeschaltet, wenn ich verreise, will ich auch erleben, wie das Wetter am Urlaubsort ist.
Kilifi Creek by day Da wir in den Tropen sind, folgt der reichlich kurzen Dämmerung und dem Sonnenaufgang dann rasch der helle Tag, der allerdings dank der Wolken nicht ganz so hell wird, wie es die Ratgeber vorhersehen, der vorgeschlagene 50er oder 100er Film ist gegenüber dem 200er doch eindeutig unterlegen. Für den immer wieder atemberaubenden Blick über den Kilifi Creek reicht es trotzdem und auch der knapp anderthalb Kilometer entfernte Indische Ozean wird nun erahnbar. Der Creek ist ein flacher Salzwasserarm, der sich zum Landesinneren stark ausweitet und dank der dort einmündenden Flüsse auch etwas kühler ist, als das Meer. Der Gezeitenhub verhindert allerdings die ganztägige Nutzung des hoteleigenen Strändchens, aber wer kommt schon hierher, um ständig am Strand zu liegen... Die ersten Sonnenstrahlen sind auch eine gute Gelegenheit, um festzustellen, dass sich die Schatten dann tatsächlich andersherum drehen, als gewohnt.
Palm tree Das Hochformat soll auch nicht zu kurz zu kommen, und so eine Kokospalme ist ja auch der beste Beweis, das man sich tatsächlich in südlichen Gefilden aufhält. Angeblich werden weltweit jedes Jahr mehr Menschen von herabfallenden Kokosnössen erschlagen, als von Blitzen, daher werden in der Hotelanlage zumindest die wegenahen Bäume stetig bepflückt. Dafür hat man zu anderen Gelegenheiten dann wieder eher abenteuerliche Vorstellungen von Sicherheit, davon später mehr. Am anderen Ufer der Hauch einer Ahnung von der dort liegenden Kleinstadt Kilifi, so benannt nach dem arabischen Wort für Kliff und -wie das Hotel- auf eben einem solchen gelegen.
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