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Reini 2009   Verantwortlich für diese Website im Sinne der gerade aktuellen Rechtsnormen:

Name: Reinhard Schrutzki, aka Goblin
( THFNKAG :-)
Adresse: Eissendorfer Str. 43
21073 Hamburg
53° 27' 35.3" Nord / 9° 58' 21.4" Ost
Rufnummern auf Anfrage
eMail: Per Webmail
Tätigkeit: Universalspezialist und IT-Berater, z.Zt:
Entwicklungsingenieur f. geophysikalische Messsysteme
  Microsoft Certificates

 

Reini Baby
Abbildung ähnlich
  Curriculum Vitae (Auszug):

Nennt mich Reinhard. Ich salzte nach.

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Geboren im Oktober 1956, 16.10h in Hamburg, AK Heidberg unter dem Sternzeichen der Kleinen Gruppe unscheinbarer Sterne.

1957 schiessen die Sowjets den ersten Sputnik in den Weltraum. Vor lauter Schreck rufen die USA die ARPA ins Leben, die Advanced Research Projects Agency, ein weiteres Kind des Kalten Krieges. Apropos Kind: Ich war zu dem Zeitpunkt vorwiegend mit Sabbern und Windelfüllen beschäftigt.

1958 wird der Laser erfunden, ebenso der erste Integrierte Schaltkreis. Markteinführung der Stereo-LP.

1960: Der Laser ist marktreif.

In den 60er Jahren: Grundschule und erster Versuch, das Abitur anzugehen. Leider waren es 30km mit der Vorortbahn von Harksheide bis zur Jürgen- Fuhlendorf- Schule in Bad Bramstedt. Erste Kontakte mit der Musik in Gestalt von zwei Jahren Flötenunterricht. Vermutlich war das auch der Grund, warum Jethro Tulls ´This Was´ dann 1968 zur ersten selbstgekauften LP wurde. Die zweite war dann Deep Purples ´Book of Talysien´, nicht fragen :-) In der Folge noch ein paar Jahre Pianounterricht, bis irgendwie, irgendwann Fussball und Mädchen (damals noch in genau der Reihenfolge) wichtiger wurden.

1962-1967 machte man sich derweil bei der ARPA Gedanken darüber, wie ein selbstsicherndes Kommunikationsnetzwerk aussehen könnte. Erster Prototyp eines digitalen Taperecorders mit 30kHz Samplefrequenz.

Am 1.9.1969 war man schliesslich soweit und die ersten vier Universitäten waren über ein schnelles paketvermittelndes Netzwerk verbunden. Ebenfalls in diesem Jahr: Der Physiker Klass Compaan hat die Idee, Musik digitalisiert auf kompakte Scheiben zu bringen. Die ersten Menschen auf dem Mond und der erste RFC. So entstehen Verschwörungstheorien :-)

In den frühen 70ern: Wechsel zum Gymnasium Harksheide in der neugegründeten Stadt Norderstedt (ehemals die Dörfer Friedrichsgabe, Harksheide, Glashütte und Garstedt. Heute auf- und widerstrebende Schlafstadt direkt am nördlichen Stadtrand Hamburgs.)

1971 war das auf 16 Knoten angelegte ARPANET mit seinen 23 (sic!) Rechnern an 15 Knoten bereits am Rande der Leistungsfähigkeit. Die Telnet und FTP-Protokolle wurden auch in diesem Jahr implementiert, wenn das Autos wären, wären sie schon Oldtimer, von wegen Hochtechnologie des 21. Jahrhunderts :-) Intel baut den ersten Microprozessor. Die BBC setzt das erste digitale Effektgerät ein, ein Delay.

1972 startet die NASA die Sonde Pioneer 10 zur Erforschung der äusseren Planeten. Mit an Bord eine Grussplakete an Ausserirdische Zivilisationen.

Wegen besonderer schulischer Leistungen Wechsel zur Realschule Harksheide, Mittlere Reife im Jahre 1973. Aus einer lockeren Diskussionsrunde im Freundeskreis entstand in dieser Zeit der Amateurastronomische Club Titan, kurz AAC Titan, aus dem später mehr wurde.

Ebenfalls 1973 macht das ARPANET den Sprung über den grossen Teich, nach England und Norwegen. Und schliesslich erblickt auch mit TCP, dem Transmission Control Protocol, der entscheidende Baustein für ein weltumspannendes Netzwerk das Licht der Monitore. Rundfunksender und Plattenfirmen beginnen mit dem Einsatz digitaler Bandmaschinen.

Dann mein erster Versuch des zweiten Bildungsweges auf dem Technischen Gymnasium Norderstedt. Zwischenzeitlich wurde TCP zu TCP/IP aufgespalten und das ARPANET war 1974 auf stattliche 62 Hosts angewachsen.

Reini 1975 Abendblatt   1975 Gründungs- und Vorstandsmitglied der Volkssternwarte Norderstedt , zu früher Tod der Mutter und Internierung zum Jahreswechsel 1976. Nach 15 Monaten bei einem Jägerbataillon in Lübeck und einem halben Jahr Kunstpause im Herbst 1977 Beginn der Ausbildung zum Elektromechaniker bei der Deutschen Bundespost. In dieser Zeit entstand auch der Name Goblin als Name der Band, bei der ich mitmachte. Heute scheine ich der Einzige zu sein, der sich noch an die Gruppe erinnert, wir sind ja inzwischen alle so solide geworden :-) 1975 ist auch das Jahr, in dem der erste vollwertige eMail-Client veröffentlicht wurde. Natürlich mit Attachments.
An diese Stelle gehört dann wohl auch die Information hin, wann der erste Virus verschickt wurde, sofern man das noch ermitteln kann :-) 1977 werden dann erste Prototypen von Digital Audio Disks vorgestellt.

1978/79 erster beruflicher Kontakt mit Microcontrollern und Microcomputern. Das USENET entsteht und wird schnell zu einem wichtigen Kommunikationsmittel. Die Compact Disc wird von Sony/Philips patentiert und macht Musik und Audio digital zugänglich. Bis zur Marktreife dauert es aber noch ein paar Jahre...

1980 Gesellenbrief und der erste eigene Computer: Ein Sinclair ZX81 mit 16kB RAM. TCP/IP wird zum Standard für militärische Datenübertragung, nur vorerst noch nicht im ARPANET.

Reini 1981 Führerschein   1981 stellte ich den ZX 81 mit einem kleinen Animationsprogramm auf die Bühne des "Grünen Born" in Wedel. Mangels MIDI war die Animation natürlich nicht synchron zur Musik. Naja. War halt ein weiter Weg von damals bis zu X<>Pose. CV- und Trigger-In für meinen Moog Prodigy Synthesiser¹ hatte ich immerhin selbst hingekriegt. Zu irgendwas muss so eine Berufsausbildung ja auch nützlich sein. Mit IBM PC wird ein generischer Begriff zum Markennamen, der Personal Computer beginnt, die Homecomputer zu verdrängen.
1982: Auflösung der Band im Sog der Neuen Deutschen Welle und Wechsel zum Commodore 64. DM 1398,- Soviel kosteten jeweils auch das Floppy-Laufwerk und der MPS 801 Drucker dazu. Soviel Geld verlangt dann auch intensive Beschäftigung mit dem Gerät und auch das oft mühevolle Erstellen dezentraler Sicherheitskopien kann dem Verständnis nur förderlich sein. Der eingebaute Synthesiserchip MOS 6581 SID reizte dann auch dazu, einen einfachen Stepsequencer (komplett in Assembler) zu programmieren, wer weiss, was noch alles passiert wäre, hätte ich damals das Geld für einen MIDI-Synth gehabt :-) Im Dezember dann der erste Chaos Communication Congress, von mir aber völlig ignoriert. Aus einer Frotzelei unter Arbeitskollegen entstanden in dieser Zeit auch Begriffe wie die bereits erwähnte "Dezentral gelagerte Sicherheitskopie" und mit "Dusseligster anzunehmender User" auch eine Vorform eines nicht zu Unrecht recht beliebten Akronyms des USENETs der Neuzeit. Philips und Sony liefern die ersten CD-Spieler in Europa und Japan aus, ein Jahr später auch in den USA.

1983: Erste Schreibereien mit dem Textomat Plus für damals hochaktuelle Magazine wie "die" "64er". Vom Honorar gab's dann den ersten Epson CX 21 D Akustikkoppler (DM 1498,-) mit Postzulassung und 300 Baud (ja, damals waren es noch echte Baud, keine bps oder cps - Mogeleien). ARPANET schaltet endgültig von NCP auf TCP/IP um und wird später im Jahr in das militärische MILNET und das universitäre ARPA Internet (na endlich, das Zauberwort taucht auf :-) aufgespalten. Auch Deutschland hängt jetzt über UNIDO, die Universität Dortmund, im Netz. Das USENET umfasst mittlerweile 600 Hosts. Und eine andere Geschichte beginnt...

1984: Herausgabe und inhaltliche Gestaltung des ersten Online-Magazins in der MCS-Mailbox Hamburg. In der zweiten Jahreshälfte wurde ein Zweit- C64 mittels Fernsteuerservo und besagtem Akustikkoppler zur ersten Hamburger Mailbox mit Kostenbeteiligung der Benutzer, die Anfang 1985 endgültig online ging. Damals entstand der Name CLINCH (Kurzwort für Communication Link - Information Network Computer Hamburg), der später eine Zeit lang ein Hostname² im Internet war.

Das ARPA Internet besteht nun schon aus 1000 Computern, Zeit für eine zentralere Adress- und Namensverwaltung, innerhalb von zwei Jahren wird das Domain Name System DNS eingeführt. Der erste Computervirus legt ein ganzes Rechenzentrum lahm, schafft es aber nicht in die freie Wildbahn. Orwell hat sich im Datum geirrt, realistische Ansätze totaler Überwachung brauchen halt ihre Zeit und das passende politische Klima :-)

Voreiliger Verkauf der Vinyl-Sammlung zwecks Erwerb von Audio-CDs. Den CD-Player steuerte mein Vater bei, der, natürlich rein zufällig, Aufsichtsratsmitglied (der Arbeitnehmer) bei Philips war :-)

1985: Erste Kontakte zum berüchtigten Chaos Computer Club. Vic sagte beim ersten Treffen: "Wir müssen uns vernetzen". Haben wir ja auch gemacht. Und wie ... Und weil man für alles einen Ausgleich braucht, machte ich parallel die Ausbildung zum Beamten des mittleren posttechnischen Dienstes. Kontrastprogramm.

NNTP, das Network News Transfer Protokoll wird eingeführt, in Deutschland gehen derweil Maus und Zerberus Mailboxen an den Start.

1986: Der erste eigene IBM-PC (Ein Clone von Tandon, mit Postzulassung, DM 7200,- ) mit 20 MB Festplatte ersetzt den C64, ein Datex-P - Port kommt hinzu und auch die erste zaghafte echte Vernetzung mit dem Fido-Netz und seinen mehr als 150 Rechnern. Mehr Engagement im CCC und schliesslich Gründung des CCC e.V. mit mir als eines der Vorstandsmitglieder.

Challengerunglück und Chernobylkatastrophe versetzen der Technologiegläubigkeit einen Tiefschlag. Da hilft es auch nichts, dass mit dem NSFNET und seinen (damals) satten 56kbit/s der erste echte Internetbackbone ensteht. Im USENET gibt es nun mehr als 240 Newsfroups.

1987 bis Mitte 1988: Meine "15 minutes of fame" im Zuge des NASA-Hacks, mit etlichen mehr oder minder eindrucksvollen Medienauftritten. Mit einem kleinen Schönheitsfehler. Das Ermittlungsverfahren des BKA bringt auch ein Disziplinarverfahren der Post mit sich. Tschüß, Beförderung, auf unabsehbare Zeit.Dabei war ich in Sachen NASA-Hack eher Trittbrettfahrer als eigenständig aktiv, das hab ich zu anderen Gelegenheiten getan. Nebenbei noch ein wenig Hilfestellung bei der Gründung und Namensfindung des FoeBuD e.V.. Einer der Medienauftritte war bei Radio Bremens "3 nach Neun", Langzeitpianist Gottfried schwärmte bei der Gelegenheit sehr von ein paar Jungs in Hamburg, die Computer und Musik in Verbindung brachten. Während der Sendung dann der wohl erste Live-Chat im deutschen Fernsehen mittels der erweiterten Funktionen der CLINCH-Mailbox.

Ebenfalls in diesem Zeitraum: In einem ehemaligen Blumenladen der Versuch, nebenberuflich mit dem CLINCH-Laden und dem Arbeitstitel "Kommunikationsladen" so etwas wie ein frühes Internetcafé aufzubauen. Naja, hin und wieder gab es tatsächlich zumindest eine Tasse Kaffee.

1988: Niederlegung der Ämter und Austritt aus dem CCC e.V. im Zuge interner Richtungsstreitigkeiten. Ein weiser Entschluss, wie der KGB-Hack und seine Folgen zeigen. Dem CCC ohne e.V. bleibt man natürlich trotzdem verbunden, aus einer Geisteshaltung kann man halt nicht so einfach austreten. Umstieg auf IBM AT (16 MHZ, 1MB RAM) und Portierung des GeoNet Mailbox-Systems nach MUMPS (Massachusetts General Hospital Utility Multi-Programming System. Ein multitaskingfähiges Basic, das selbst die eigenen Kommentarzeilen ausführen kann.) innerhalb von drei Wochen und mit sensationellen drei gleichzeitig benutzbaren Ports. Heute heisst die Sprache einfach "M", statt "C", das ich nur unvollkommen beherrsche. "M"enschlich statt "C"omputer? Erstkontakt mit der kommerziellen UNIX-Welt und beruflich Wechsel zu einer anderen Dienststelle, allerdings ohne die nun eigentlich fällige Beförderung zum "Technischen Postobersekretär"(siehe oben unter Disziplinarverfahren). Die beschreibbare CD und der CD-Brenner werden entwickelt.

1989 - 1993: Nach der Pleite des CLINCH-Ladens diverse Versuche als Selbständiger, teils auch im Ausland, den Idealen weiterzufolgen und Geld damit zu verdienen. Weitere Tätigkeit als freier Programmierer, bis die genutzte Marktnische verschwand und im Notfall eben auch als Hilfsarbeiter.

In dieser Zeit kommt dann reichlich Bewegung ins Internet. Bereits 1989 erprobt man bei CERN das spätere WWW. Nach Archie (1990) kommen 1991 mit WAIS und Gopher erstmalig Instrumente ins Spiel, mit denen man Informationen suchen, finden und abrufen kann, ohne interne Strukturen der Server kennen zu müssen. Das offiziell zeitgleich verfügbar gewordene WWW findet dagegen zunächst mal keine Beachtung. Erst als ein Jahr später mit Mosaic der erste kostenlose Browser da ist, der eine einfache Point&Click Oberfläche bietet, kommt die Lawine ins Rollen.

1993: Das erste Internet Radio nimmt den Betrieb auf und die grossen kommerziellen Informationsnetze America Online und Delphi springen auf den bereits rasch fahrenden Zug auf, zunächst aber auf den news- und eMail-Austausch begrenzt.

1994: Aufbau der computergestützten Versandabteilung der Steinberg Vertrieb GmbH, daneben erste Arbeiten mit Websites und intensivere Beschäftigung mit Linux-basierten Servern und Netzwerken, verbunden mit den gewohnten Themen von Rechner- und Netzwerksicherheit. Aus dem Blickwinkel jenes ersten Sputnik gesehen, ist das Internet nun schon mindestens 25 Jahre alt.

1995: Compuserve, America Online, Prodigy und andere Diensteanbieter bieten ihren Kunden nun endlich auch vollen Internetzugang. Gegen Ende des Jahres sind bereits acht Millionen Hosts im Internet. Meine erste private Website geht online, vorerst noch als "˜goblin" unter der Firmendomain.

Steinberg  News Icon 1996   1996: Aufbau des deutschsprachigen Webauftritts der Firma Steinberg und erste Beschäftigung mit dem Themenkreis eCommerce. Das ist so gut gelungen, dass der internationale Webauftritt sich dem deutschen anpasste, sowohl optisch als auch inhaltlich. Im Herbst ebenfalls zu früher Tod des Bruders, der Familienname Schrutzki wird rasch seltener.
Technisch macht man sich nun daran, die Bandbreiten drastisch zu vergrössern, um dem Ansturm gerecht werden zu können und auch multimediale Anwendungen halbwegs zeitnah zu ermöglichen. Dank Standleitung in die Firma kann ich nun auch endlich einen eigenen Server betreiben, clinch.mms.de².

1998: Ab dem 01. April 1998 Technischer Leiter, Systemoperator und Webmaster bei der Steinberg Vertrieb GmbH, die mittlerweile in der Steinberg Media Technologies AG auf- und untergegangen ist. Nebenher, mehr Spass als Arbeit, Mitwirkung und Beratung beim Erstellen der Sounds von Computerspielen mehrerer Hersteller, unter anderem bei "Discworld Noir" und "Starship Titanic", hierzulande unter dem Titel "Raumschiff Titanic" bekannt. Und Tschüss, Doug, wir sehn uns :-) Relaunch der privaten Site mit dem jetzigen Design. Mehr als 36 Millionen Rechner tummeln sich nun im Internet und statt grosser technologischer Schritte geht es mehr um das Schneller, Höher, Weiter, als um echtes Neuland. Alle wollen mit dem Internet reich werden.

1999: Tod des Vaters, leider weder plötzlich noch unerwartet. Damit wurde ich zum letzten noch lebenden Träger des Familiennamens, was zumindest die eigene Domain dann endgültig undisputierbar machen dürfte.

Ende Mai 2000: Wechsel zur Mutterfirma als Online Consultant mit den Schwerpunkten e-Commerce und Netzwerksicherheit.

2001: Umzug der Firma, dadurch Fortfall der Standleitung. Also werden schliesslich dann doch eigene Domains erforderlich. 90 Millionen Hosts weltweit haben jetzt Internetzugang und langsam ziehen ein paar ziemlich dunkle Wolken herauf. "Beyond the limits" kann es halt recht unangenehm werden.

2002: Reaktivierung einiger vergangener Interessen und halb aktive Mitgliedschaft in der ICANN at large, der Organisation der Internet-Benutzer, deren Belange mehr berücksichtigt werden sollten. Und den Fantasy-Roman habe ich nach 30 Jahren des Zauderns auch endlich angefangen.

Dem Internet geht es auch gut, im Juli waren mehr als 160 Millionen Computer an das Internet angeschlossen. Das Wachstum ist trotz schlechter Weltwirtschaftslage und der Krise im Technologiesektor ungebrochen, monatlich kommen 2,5 Millionen Computer hinzu. Rein theoretisch sind nun weltweit 3 Exabyte an Informationen für Jedermann verfügbar, das meiste davon natürlich entweder redundant oder rekursiv.

Der langersehnte Urlaub im Juli führt dann nach Kenia und zeigt Folgen. Heirat in Kenia an einem Freitag, dem 13. September. Mein Brötchengeber wird von der Firma Pinnacle System Inc. aufgekauft. Mal schauen, was da noch auf mich zukommt.

2003: Letztes Lebenszeichen von Pioneer 10 aus mehr als 11 Lichtstunden Entfernung. Die Sonde fliegt aber weiter und wird Aldebaran in etwa zwei Millionen Jahren erreichen. Im Zuge einer weiteren Reorganisation entledigt sich mein Brötchengeber eines weiteren Drittels seiner Mitarbeiter, das sind dann wohl wieder einmal die vielbeschworenen "Synergien". Also gilt es, ein neues Betätigungsfeld zu suchen, denn als Arbeitsloser ist man ja Mensch zweiter Klasse. Wenn man dann noch mit einer Ausländerin verheiratet ist, sogar dritter Klasse. Folgerichtig darf der Sohn meiner Frau dann auch erstmal nicht nach Deutschland nachziehen, da uns 40 Euro im Monat am nötigen Mindesteinkommen fehlen. Soviel zum Thema Menschenrechte und FDGO.

Währenddessen hat sich das Internetwachstum leicht verlangsamt, aber zur Jahreswende sind immerhin stattliche 230 Millionen Hosts angeschlossen. Mindestens, da niemand berechnen kann, was sich hinter NAT und dynamischen Adressen so alles verbirgt.

2004: Ausser Musik und Audio gibt es ja noch andere Schwingungen, mit denen man sich beschäftigen kann, folglich wird ein paar (>8) Oktaven tiefer angesetzt und ich bin nun als Marketingmanager im Bereich Produkte und Support für ein Unternehmen tätig, das innovative geologische Messgeräte für die Meersbodenerkundung baut. Nicht nur angesichts immer knapper werdender Ölreserven und daraus resultierender Notwendigkeit der Erschliessung neuer Ressourcen sicher eine Zukunftsbranche. Neben der Arbeit für die Forschung machen wir aber auch Handfestes, zum Beispiel sind wir seit 2005 am Tsunami-Frühwarnsystem für Indonesien nicht unwesentlich beteiligt. Ausseneinsätze auf diversen internationalen Forschungsschiffen gibt es für mich auch, bei Windstärke 7 hat die Aegaeis nochmal einen ganz besonderen Reiz :-)

Juli 2005: Dank des neuen Jobs und nach einer "angemessenen" nochmaligen mehrmonatigen Bearbeitungsdauer darf Jimmy endlich doch nach Deutschland kommen. Drei Jahre Trennung von Mutter und Kind nur wegen insgesamt 450 Euro Mindereinkommen, die uns mehr als das Zwanzigfache an Mehrkosten auferlegt haben. Von den Mehrkosten an psychischer Belastung auf allen Seiten ganz zu schweigen.

Im IT-Sektor sieht man so langsam wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Hoffentlich ist es nicht wieder nur ein entgegenkommender Zug...

2006: Oops. Der "neue" Job erfordert es auch, Support vor Ort zu leisten. Zum Beispiel Ende April auf der RV Aegaeo in der Ägäis. Alle Inseln mal wieder gesehen, keine betreten. Windstärke Sieben auf einem 50-Meter-Schiff. So macht der Job erst richtig Spass, ernsthaft. Das war genau mein Ding. Jetzt bitte noch mit der Polarstern in die Antarktis.
Stattdessen im Juni ins Marmarameer. RV L'Atalante aus Frankreich. Erprobung neuer Sensoren. Das Schiff verlässt waehrend sechs Wochen nur zweimal seine Position, die es bis auf 15m einhaelt, um Wissenschaftler auszutauschen. Und kaum ein Windhauch. Stattdessen jeden Tag HiTech pur, das Forschungstauchboot Nautile ist mit an Bord, und es taucht jeden Tag, immer wieder das Gleiche, nur immer wieder anders und immer wieder faszinierend. Nur leider immer ohne mich :-)

2007: Die Muppets-Blitznachrichten: Dieses Jahr ist gar nichts passiert.

Juni 2008: Insolvenz des Arbeitgebers, demzufolge kurze Arbeitslosigkeit bis zur Gründung einer Nachfolgefirma, die das Tätigkeitsfeld weiterführte. Habe ich eigentlich erwähnt, dass es inzwischen Blueray-Discs, blaue und violette Laser und ähnliches Spielzeug gibt? Da ist offenbar noch viel Luft nach oben, auch wenn es derzeit nichts wirklich spektakulär Neues gibt.

2009: Tja, das eben noch beschworene Licht wird zur Weltwirtschaftskrise, wenn auch mit anderem Auslöser als gedacht. Interessant nur, dass ausgerechnet diejenigen, die sie am Lautesten herbeigeschrien haben, ziemlich schnell sogar besser dastehen als vorher.
Leider wirkt sich das Ganze privat auch zur Ehekrise aus, Trennung im Herbst. Zwischendurch taucht wiederholt ein Filmteam auf, das eine Dokumentation über Hacker machen will. Naja, man weiss ja nie, wozu sowas gut sein kann...

Herbst 2010: Und wieder ohne Job. Die Geschäftsführung hatte sich entscheiden, es nun ganz ohne feste Mitarbeiter zu probieren. Also suche ich mal wieder etwas Neues, mit der Dienstreise in die Antarktis wird es aber nun wohl leider doch nichts mehr.
Der besagte Dokumentarfilm ist nun fertig und kann ab 18. November in ausgewählten Kinos bestaunt werden: www.hacker-film.de.

Dezember 2010: Wikileaks generiert eine neue Spezies, den Computer Hooligan. Besagter Hackerfilm erhält dadurch natürlich Aufwind -obwohl er den gar nicht nötig hätte- und kann bundesweit bewundert werden, nur natürlich nicht im Kulturkuhdorf Hamburg, obwohl fast ein Drittel der Aufnahmen hier entstanden. Schöner Synergieeffekt: Statt im Schnitt knapp 500000 Sessions im Jahr sind es auf dieser Website 2010 schon 1.3 Millionen. Das dürfte schwer zu toppen sein.

Dezember 2012: Die arge ArGe ist der Auffassung, dass meine Computerkenntnisse unzureichend sind, um einen neuen Job zu kriegen. Also habe ich seit September fleissig gelernt und ein paar Zertifikate erworben: Microsoft Certified Professional (nicht in der deutschen Bedeutung des Wortes :-), MCSA, MCITP, diverse MCTS. Bislang sieben Stück, langsam wird der Platz an den Toilettenwänden knapp. Ob mich das einem Job näher bringt, ist fraglich. Da ist die Antarktis noch wahrscheinlicher.

Januar 2013: Der Chaos Communication Congress (29C3) war nach langer Abwesenheit endlich wieder in Hamburg. Höchste Zeit also, nach langer eigener Abwesenheit mal wieder hinzugehen. Ein ziemlich seltsames Gefühl: Alles anders, aber immer noch alles das Selbe. Und in künstlerischer Hinsicht ein Durchbruch: Meine Werke wurden erstmalig Seite an Seite mit denen von Joseph Beuys gezeigt :-)

Mai 2013: Ende der Dürreperiode, endlich wieder ein Vollzeitjob, sogar wieder im Bereich der Umwelt- und Meerestechnik. Vielleicht wird es dann doch noch was mit der Dienstreise in die Antarktis.

Mein privates Fazit des bislang Geschehenen:

Where the pigs don't fly - I turn..

1) Das war mein bisher bester Einkauf, noch im alten Amptown-Bunker an der Alten Wöhr : "Ich brauch ein gerades Klinkenkabel, fünf Meter". Der Verkäufer ging gelangweilt nach hinten und holte das Kabel. "Und ein Schaller Volume Pedal..." Der Verkäufer ging wieder nach hinten, schon etwas munterer, das war schon etwas mehr Umsatz. "Und einen Moog Prodigy..." Zwei Augenbrauen gingen hoch: "...dann gibt´s das Kabel wohl kostenlos..." Besonderen Drive kriegt diese Anekdote aber erst, wenn man weiss, wer dieser Verkäufer war :-)

2) clinch.mms.de pingt nich' mehr! Er is' verblichen! Dieser Host is' nich' mehr! Er is' hinüber! Er is' verfallen un' trifft nu' seinen Hersteller! Er is' völlig am Ende! Absolut stromlos und in Trümmern! Wenn der Server nicht draufstünde, würd' er die Kabel hochdrücken! Er is' im Eimer, hat alle irdischen Daten abgeschüttelt, alle Prozesse 'runtergefahr'n und is' jetz' Teil des himmlischen Backups. Er hat sein letztes verficktes Datenpaket erschnüffelt!.... DAS IS' EIN EX-HOST!

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