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Verantwortlich für diese Website im Sinne der gerade aktuellen Rechtsnormen:
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Name: |
Reinhard Schrutzki, aka Goblin
( THFKAG :-)
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Adresse: |
Eissendorfer Str. 43
21073 Hamburg
53° 27' 35.3" Nord / 9° 58' 21.4" Ost
Rufnummern auf Anfrage
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eMail: |
Per Webmail
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Tätigkeit: |
Computer- und Medienspezialist / -Berater, z.Zt:
Marketing- u. Produktmanager f. geophysikalische Messsysteme
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Abbildung ähnlich
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Curriculum Vitae (Auszug):
To English version
Geboren im Oktober 1956, 16.10h in Hamburg, AK Heidberg unter dem Sternzeichen
der Kleinen Gruppe unscheinbarer Sterne.
1957 schiessen die Sowjets den ersten Sputnik in den Weltraum. Vor lauter Schreck
rufen die USA die ARPA ins Leben, die Advanced Research Projects Agency, ein
weiteres Kind des Kalten Krieges. Apropos Kind: Ich war zu dem Zeitpunkt vorwiegend
mit Sabbern und Windelfüllen beschäftigt.
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1958 wird der Laser erfunden, ebenso der erste Integrierte Schaltkreis. Markteinführung
der Stereo-LP.
1960: Der Laser ist marktreif.
In den 60er Jahren: Grundschule und erster
Versuch, das Abitur anzugehen. Leider waren es 30km mit der Vorortbahn von Harksheide
bis zur
Jürgen- Fuhlendorf- Schule
in Bad Bramstedt. Erste Kontakte mit der Musik
in Gestalt von zwei Jahren Flötenunterricht. Vermutlich war das auch der Grund,
warum Jethro Tulls ´This Was´ dann 1968 zur ersten selbstgekauften LP wurde. Die zweite
war dann Deep Purples ´Book of Talysien´, nicht fragen :-) In der Folge noch ein paar
Jahre Pianounterricht, bis irgendwie, irgendwann Fussball und Mädchen (damals noch in genau
der Reihenfolge) wichtiger wurden.
1962-1967 machte man sich derweil bei der ARPA Gedanken darüber, wie ein selbstsicherndes
Kommunikationsnetzwerk aussehen könnte. Erster Prototyp eines digitalen Taperecorders
mit 30kHz Samplefrequenz.
Am 1.9.1969 war man schliesslich soweit und die ersten vier
Universitäten waren über ein schnelles paketvermittelndes Netzwerk verbunden.
Ebenfalls in diesem Jahr: Der Physiker Klass Compaan hat die Idee, Musik digitalisiert
auf kompakte Scheiben zu bringen. Die ersten Menschen auf dem Mond und der
erste RFC. So entstehen Verschwörungstheorien :-)
In den frühen 70ern: Wechsel zum Gymnasium Harksheide in der neugegründeten
Stadt Norderstedt (ehemals die Dörfer Friedrichsgabe, Harksheide, Glashütte
und Garstedt. Heute auf- und widerstrebende
Schlafstadt direkt am nördlichen Stadtrand Hamburgs.)
1971 war das auf 16 Knoten angelegte ARPANET mit seinen 23 (sic!) Rechnern an 15 Knoten
bereits am Rande der Leistungsfähigkeit. Die Telnet und FTP-Protokolle wurden
auch in diesem Jahr implementiert, wenn das Autos wären, wären sie schon
Oldtimer, von wegen Hochtechnologie des 21. Jahrhunderts :-) Intel baut den ersten
Microprozessor. Die BBC setzt das erste digitale Effektgerät ein, ein Delay.
1972 startet die NASA die Sonde Pioneer 10 zur Erforschung der äusseren Planeten.
Mit an Bord eine Grussplakete an Ausserirdische Zivilisationen.
Wegen besonderer
schulischer Leistungen Wechsel zur Realschule Harksheide, Mittlere
Reife im Jahre 1973. Aus einer lockeren Diskussionsrunde im Freundeskreis
entstand in dieser Zeit der Amateurastronomische Club Titan, kurz AAC Titan, aus
dem später mehr wurde.
Ebenfalls 1973 macht das ARPANET den Sprung über den grossen Teich, nach
England und Norwegen. Und schliesslich erblickt auch mit TCP, dem Transmission
Control Protocol, der entscheidende
Baustein für ein weltumspannendes Netzwerk das Licht der Monitore. Rundfunksender
und Plattenfirmen beginnen mit dem Einsatz digitaler Bandmaschinen.
Dann mein erster Versuch des zweiten Bildungsweges auf
dem Technischen Gymnasium Norderstedt. Zwischenzeitlich wurde TCP zu TCP/IP
aufgespalten und das ARPANET war 1974 auf stattliche 62 Hosts angewachsen.
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1975 Gründungs- und Vorstandsmitglied der
Volkssternwarte
Norderstedt , zu früher Tod der Mutter und Internierung zum Jahreswechsel 1976. Nach 15 Monaten bei einem Jägerbataillon
in Lübeck und einem halben Jahr
Kunstpause im Herbst 1977 Beginn der Ausbildung zum Elektromechaniker bei der
Deutschen Bundespost.
In dieser Zeit entstand auch der Name Goblin als Name der Band, bei
der ich mitmachte. Heute scheine ich der Einzige zu sein, der sich noch
an die Gruppe erinnert, wir sind ja inzwischen alle so solide geworden :-)
1975 ist auch das Jahr, in dem der erste vollwertige eMail-Client veröffentlicht
wurde. Natürlich mit Attachments.
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An diese Stelle gehört dann wohl auch
die Information hin, wann der erste Virus verschickt wurde, sofern man das noch
ermitteln kann :-) 1977 werden dann erste Prototypen von Digital Audio Disks vorgestellt.
1978/79 erster beruflicher Kontakt mit Microcontrollern und Microcomputern. Das USENET
entsteht und wird schnell zu einem wichtigen Kommunikationsmittel. Die Compact Disc
wird von Sony/Philips patentiert und macht Musik und Audio digital zugänglich. Bis zur Marktreife
dauert es aber noch ein paar Jahre...
1980 Gesellenbrief und der erste eigene Computer: Ein
Sinclair ZX81
mit 16kB RAM.
TCP/IP wird zum Standard für militärische Datenübertragung, nur vorerst
noch nicht im ARPANET.
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1981 stellte ich den ZX 81 mit einem kleinen Animationsprogramm auf die
Bühne des "Grünen Born" in Wedel. Mangels MIDI war die
Animation natürlich nicht synchron zur Musik. Naja. War halt ein weiter
Weg von damals bis zu X<>Pose.
CV- und Trigger-In für meinen
Moog Prodigy Synthesiser¹ hatte ich immerhin selbst hingekriegt. Zu irgendwas
muss so eine Berufsausbildung ja auch nützlich sein. Mit IBM PC wird ein generischer
Begriff zum Markennamen, der Personal Computer beginnt, die Homecomputer zu verdrängen.
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1982: Auflösung der Band im Sog der Neuen Deutschen Welle und Wechsel zum Commodore 64.
DM 1398,- Soviel kosteten jeweils auch das
Floppy-Laufwerk und der MPS 801 Drucker dazu. Soviel Geld verlangt dann auch
intensive Beschäftigung mit dem Gerät und auch das oft mühevolle Erstellen dezentraler
Sicherheitskopien kann dem Verständnis nur förderlich sein. Der eingebaute Synthesiserchip
MOS 6581 SID reizte dann auch dazu, einen einfachen Stepsequencer (komplett in Assembler) zu programmieren, wer weiss, was noch alles
passiert wäre, hätte ich damals das Geld für einen MIDI-Synth gehabt :-)
Im Dezember dann der erste Chaos Communication Congress, von mir aber völlig ignoriert.
Aus einer Frotzelei unter Arbeitskollegen entstanden in dieser Zeit auch Begriffe wie die bereits
erwähnte "Dezentral gelagerte Sicherheitskopie" und mit "Dusseligster anzunehmender User"
auch eine Vorform eines nicht zu Unrecht recht beliebten Akronyms des USENETs der Neuzeit.
Philips und Sony liefern die ersten CD-Spieler in Europa und Japan aus, ein Jahr später auch
in den USA.
1983: Erste Schreibereien mit dem Textomat Plus für damals hochaktuelle Magazine wie "die" "64er".
Vom Honorar gab's dann den ersten Epson CX 21 D Akustikkoppler (DM 1498,-)
mit Postzulassung und 300 Baud (ja, damals waren es noch echte Baud, keine
bps oder cps - Mogeleien). ARPANET schaltet endgültig von NCP auf TCP/IP um und wird später
im Jahr in das militärische MILNET und das universitäre ARPA Internet (na endlich, das Zauberwort taucht auf :-) aufgespalten.
Auch Deutschland hängt jetzt über UNIDO, die Universität Dortmund, im Netz. Das USENET
umfasst mittlerweile 600 Hosts. Und eine andere Geschichte beginnt...
1984: Herausgabe und inhaltliche Gestaltung des ersten Online-Magazins in der MCS-Mailbox Hamburg.
In der zweiten Jahreshälfte wurde ein Zweit- C64 mittels Fernsteuerservo und besagtem Akustikkoppler
zur ersten Hamburger Mailbox mit Kostenbeteiligung der
Benutzer, die Anfang 1985 endgültig online ging.
Damals entstand der Name
CLINCH
(Kurzwort für Communication Link - Information Network Computer Hamburg), der später eine Zeit lang ein
Hostname² im Internet war.
Das ARPA Internet besteht nun schon aus 1000 Computern, Zeit für eine zentralere Adress- und Namensverwaltung,
innerhalb von zwei Jahren wird das Domain Name System DNS eingeführt. Der erste Computervirus legt ein
ganzes Rechenzentrum lahm, schafft es aber nicht in die freie Wildbahn. Orwell hat sich im Datum geirrt, realistische
Ansätze totaler Überwachung brauchen halt ihre Zeit und das passende politische Klima :-)
Voreiliger Verkauf der Vinyl-Sammlung zwecks Erwerb von Audio-CDs. Den CD-Player steuerte mein Vater bei, der,
natürlich rein zufällig, Aufsichtsratsmitglied (der Arbeitnehmer) bei Philips war :-)
1985: Erste Kontakte zum berüchtigten Chaos Computer Club. Vic
sagte beim ersten Treffen: "Wir müssen uns vernetzen". Haben wir
ja auch gemacht. Und wie ... Und weil man für alles einen Ausgleich
braucht, machte ich parallel die Ausbildung zum Beamten des mittleren
posttechnischen Dienstes. Kontrastprogramm.
NNTP, das Network News Transfer Protokoll wird eingeführt, in Deutschland gehen derweil Maus und Zerberus Mailboxen
an den Start.
1986: Der erste eigene IBM-PC (Ein Clone von Tandon, mit Postzulassung, DM 7200,- )
mit 20 MB Festplatte ersetzt den C64, ein Datex-P - Port kommt
hinzu und auch die erste zaghafte echte Vernetzung mit dem Fido-Netz und seinen mehr als 150 Rechnern. Mehr
Engagement im CCC und schliesslich Gründung des CCC e.V. mit mir
als eines der Vorstandsmitglieder.
Challengerunglück und Chernobylkatastrophe versetzen der Technologiegläubigkeit einen Tiefschlag. Da
hilft es auch nichts, dass mit dem NSFNET und seinen (damals) satten 56kbit/s der erste echte Internetbackbone ensteht.
Im USENET gibt es nun mehr als 240 Newsfroups.
1987 bis Mitte 1988: Meine "15 minutes of fame" im Zuge des
NASA-Hacks,
mit etlichen mehr oder minder eindrucksvollen Medienauftritten. Dabei war ich in Sachen NASA-Hack eher
Trittbrettfahrer als eigenständig aktiv, das hab ich zu anderen Gelegenheiten
getan. Nebenbei noch ein wenig Hilfestellung bei der Gründung und Namensfindung des
FoeBuD e.V.. Einer der Medienauftritte war
bei Radio Bremens "3 nach Neun", Langzeitpianist Gottfried
schwärmte bei der Gelegenheit sehr von
ein paar Jungs in Hamburg, die Computer und Musik in Verbindung brachten.
Während der Sendung dann der wohl erste Live-Chat im deutschen Fernsehen mittels der
erweiterten Funktionen der CLINCH-Mailbox.
Ebenfalls in diesem Zeitraum: In einem ehemaligen Blumenladen der Versuch, nebenberuflich mit dem CLINCH-Laden
und dem Arbeitstitel "Kommunikationsladen" so etwas wie ein frühes Internetcafé aufzubauen.
Naja, hin und wieder gab es tatsächlich zumindest eine Tasse Kaffee.
1988: Niederlegung der Ämter und Austritt aus dem CCC e.V. im Zuge interner Richtungsstreitigkeiten. Ein weiser
Entschluss, wie der KGB-Hack und seine
Folgen
zeigen. Dem CCC ohne e.V. bleibt man natürlich trotzdem verbunden,
aus einer Geisteshaltung kann man halt nicht so einfach austreten. Umstieg auf IBM AT (16 MHZ, 1MB RAM) und Portierung des
GeoNet
Mailbox-Systems nach
MUMPS
(Massachusetts General Hospital Utility Multi-Programming System.
Ein multitaskingfähiges Basic, das selbst
die eigenen Kommentarzeilen ausführen kann.) innerhalb von drei Wochen
und mit sensationellen drei gleichzeitig benutzbaren Ports. Heute heisst die Sprache einfach "M", statt
"C", das ich nur unvollkommen beherrsche. "M"enschlich statt "C"omputer? Erstkontakt mit der
kommerziellen UNIX-Welt und beruflich Wechsel zu einer anderen Dienststelle und
Beförderung zum "Technischen Postobersekretär". Die beschreibbare CD und
der CD-Brenner werden entwickelt.
1989 - 1993: Nach der Pleite des CLINCH-Ladens
diverse Versuche als Selbständiger, teils auch im
Ausland, den Idealen weiterzufolgen und Geld damit zu verdienen. Weitere
Tätigkeit als freier Programmierer, bis die genutzte Marktnische verschwand und im Notfall
eben auch als Hilfsarbeiter.
In dieser Zeit kommt dann reichlich Bewegung ins Internet. Bereits 1989 erprobt man bei CERN das
spätere WWW. Nach Archie (1990) kommen 1991 mit
WAIS und Gopher erstmalig Instrumente ins Spiel, mit denen man Informationen suchen, finden
und abrufen kann, ohne interne Strukturen der Server kennen zu müssen. Das offiziell zeitgleich
verfügbar gewordene WWW findet dagegen zunächst mal keine Beachtung. Erst als
ein Jahr später mit Mosaic der erste kostenlose Browser da ist, der eine einfache Point&Click
Oberfläche bietet, kommt die Lawine ins Rollen.
1993: Das erste Internet Radio nimmt den Betrieb auf und die grossen kommerziellen Informationsnetze
America Online und Delphi springen auf den bereits rasch fahrenden Zug auf, zunächst aber
auf den news- und eMail-Austausch begrenzt.
1994: Aufbau der computergestützten Versandabteilung der Steinberg Vertrieb GmbH, daneben erste Arbeiten mit
Websites und intensivere Beschäftigung mit Linux-basierten Servern und Netzwerken, verbunden mit
den gewohnten Themen von Rechner- und Netzwerksicherheit. Aus dem Blickwinkel jenes ersten Sputnik gesehen,
ist das Internet nun schon mindestens 25 Jahre alt.
1995: Compuserve, America Online, Prodigy und andere Diensteanbieter bieten ihren Kunden nun
endlich auch vollen Internetzugang. Gegen Ende des Jahres sind bereits acht Millionen Hosts im
Internet. Meine erste private Website geht online, vorerst noch als "˜goblin" unter der
Firmendomain.
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1996: Aufbau des deutschsprachigen Webauftritts der Firma Steinberg und erste Beschäftigung mit
dem Themenkreis eCommerce. Das ist so gut gelungen, dass der internationale Webauftritt sich dem
deutschen anpasste, sowohl optisch
als auch inhaltlich. Im Herbst ebenfalls zu früher Tod des Bruders, der Familienname Schrutzki wird
rasch seltener.
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Technisch macht man sich nun daran, die
Bandbreiten drastisch zu vergrössern, um dem Ansturm gerecht werden zu können und
auch multimediale Anwendungen halbwegs zeitnah zu ermöglichen. Dank Standleitung in die
Firma kann ich nun auch endlich einen eigenen Server betreiben, clinch.mms.de².
1998: Ab dem 01. April 1998 Technischer Leiter, Systemoperator und Webmaster bei der Steinberg Vertrieb GmbH, die
mittlerweile in der Steinberg Media Technologies AG auf- und untergegangen ist. Nebenher, mehr
Spass als Arbeit, Mitwirkung und Beratung beim Erstellen der Sounds von Computerspielen mehrerer
Hersteller, unter anderem bei "Discworld Noir" und "Starship Titanic", hierzulande unter dem
Titel "Raumschiff Titanic" bekannt. Und Tschüss, Doug, wir sehn uns :-) Relaunch der
privaten Site mit dem jetzigen Design.
Mehr als 36 Millionen Rechner tummeln sich nun im Internet und statt grosser technologischer
Schritte geht es mehr um das Schneller, Höher, Weiter, als um echtes Neuland. Alle wollen
mit dem Internet reich werden.
1999: Tod des Vaters, leider weder plötzlich noch unerwartet. Damit wurde ich zum
letzten noch lebenden Träger des Familiennamens, was zumindest die eigene Domain dann
endgültig undisputierbar machen dürfte.
Ende Mai 2000: Wechsel zur Mutterfirma als Online Consultant mit den Schwerpunkten e-Commerce und Netzwerksicherheit.
2001: Umzug der Firma, dadurch Fortfall der Standleitung. Also werden schliesslich dann
doch eigene Domains erforderlich. 90 Millionen Hosts weltweit haben jetzt Internetzugang und
langsam ziehen ein paar ziemlich dunkle Wolken herauf. "Beyond the limits" kann es halt recht
unangenehm werden.
2002: Reaktivierung einiger vergangener Interessen und halb aktive Mitgliedschaft in der
ICANN at large, der Organisation
der Internet-Benutzer, deren Belange mehr berücksichtigt werden sollten. Und den
Fantasy-Roman habe ich nach 30 Jahren des Zauderns auch endlich angefangen.
Dem Internet geht es auch gut, im Juli waren mehr als 160 Millionen Computer an das Internet angeschlossen. Das Wachstum ist trotz
schlechter Weltwirtschaftslage und der Krise im Technologiesektor ungebrochen, monatlich kommen
2,5 Millionen Computer hinzu. Rein theoretisch sind nun weltweit 3 Exabyte an Informationen
für Jedermann verfügbar, das meiste davon natürlich entweder redundant oder
rekursiv.
Der langersehnte Urlaub im Juli führt dann nach Kenia
und zeigt Folgen. Heirat in Kenia an einem Freitag, dem 13. September. Mein Brötchengeber wird von
der Firma Pinnacle System Inc. aufgekauft. Mal schauen, was da noch auf mich zukommt.
2003: Letztes Lebenszeichen von Pioneer 10 aus mehr als 11 Lichtstunden Entfernung. Die Sonde fliegt
aber weiter und wird Aldebaran in etwa zwei Millionen Jahren erreichen. Im Zuge einer weiteren Reorganisation
entledigt sich mein Brötchengeber eines weiteren Drittels seiner Mitarbeiter, das sind dann wohl wieder
einmal die vielbeschworenen "Synergien". Also gilt es, ein neues Betätigungsfeld zu suchen, denn als
Arbeitsloser ist man ja Mensch zweiter Klasse. Wenn man dann noch mit einer Ausländerin verheiratet
ist, sogar dritter Klasse. Folgerichtig darf der Sohn meiner Frau dann auch erstmal nicht nach Deutschland
nachziehen, da uns 40 Euro im Monat am nötigen Mindesteinkommen fehlen. Soviel zum Thema
Menschenrechte und FDGO.
Währenddessen
hat sich das Internetwachstum leicht verlangsamt, aber zur Jahreswende sind immerhin stattliche 230 Millionen
Hosts angeschlossen. Mindestens, da niemand berechnen kann, was sich hinter NAT und dynamischen Adressen so
alles verbirgt.
2004: Ausser Musik und Audio gibt es ja noch andere Schwingungen, mit denen man sich beschäftigen
kann, folglich wird ein paar (>8) Oktaven tiefer angesetzt und ich bin nun als Marketingmanager im Bereich Produkte
und Support für ein Unternehmen tätig, das innovative geologische Messgeräte für die
Meersbodenerkundung baut. Nicht nur angesichts immer knapper werdender Ölreserven und daraus resultierender
Notwendigkeit der Erschliessung neuer Ressourcen sicher eine Zukunftsbranche. Neben der Arbeit für die Forschung
machen wir aber auch Handfestes, zum Beispiel sind wir seit 2005 am
Tsunami-Frühwarnsystem
für Indonesien nicht unwesentlich beteiligt.
Juli 2005: Dank des neuen Jobs und nach einer "angemessenen" nochmaligen mehrmonatigen
Bearbeitungsdauer darf Jimmy endlich doch nach Deutschland kommen. Drei Jahre Trennung von Mutter
und Kind nur wegen insgesamt 450 Euro Mindereinkommen, die uns mehr als das Zwanzigfache an Mehrkosten
auferlegt haben. Von den Mehrkosten an psychischer Belastung auf allen Seiten ganz zu schweigen.
Im IT-Sektor sieht man so langsam wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Hoffentlich ist es nicht wieder
nur ein entgegenkommender Zug...
Mein privates Fazit des bislang Geschehenen:
Where the pigs don't fly - I turn..
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